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Hybridfahrzeuge stehen auf der Auto-Umweltliste und auf der Beliebtheitsskala bei Schweizer Autofahrern weit vorn. Mit dem Verbrennungs- und Elektromotor gibt man günstig und umweltfreundlich Gas, da der Hybridantrieb bis zu einem Drittel Kohlendioxid einspart.
Nicht umsonst ist er starkt nachgefragt: der Toyota Prius belegt einen der ersten Plätze der Auto-Umweltliste 2012. Foto: Bianca Sellnow
Mehr als vier Millionen Personenwagen rollen über Schweizer Strassen, wobei fast zwei Drittel aller Fahrten kürzer als zehn Kilometer sind. Für solche Kurzstrecken eignet sich besonders das Hybridauto. Es punktet durch günstigen Verbrauch bei typischen «Stop and Go»-Stadtrunden. Der Hybridantrieb zahlt sich in Zeiten steigender Benzinkosten schnell aus. Deshalb wächst das Interesse an sparsamen Autos langsam aber stetig. Laut der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure verkauften sich von Januar bis September 3868 Hybridfahrzeuge, was letztlich 1,7 Prozent aller Neuwagenkäufe ausmacht. In punkto Umweltfreundlichkeit sind sie unschlagbar, denn bereits seit sieben Jahren belegen sie die ersten Ränge der Auto-Umweltliste des Verkehrs-Club der Schweiz (VCS).
Erst mit einem prüfenden Blick unter die Haube findet man den entscheidenden Unterschied zu Benziner oder Diesel. Das Hybridauto ist mit einem herkömmlichen Verbrennungs- und einem Elektromotor ausgestattet. Die Stärken des Elektromotors liegen beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten, sodass er die Schwächen des Otto- oder Dieselmotors ausgleichen kann. Erst bei höheren Geschwindigkeiten schaltet sich der dieser hinzu. In der Regel reicht die Tankffüllung aus, um beide Antriebe am Laufen zu halten. Neue Energie wird bei Bergabfahrten und beim Bremsen erzeugt und dem Elektromotor zurückgeführt. Ausnahme ist der Plug-In-Hybrid, der auch über die Steckdose betankt werden kann, die Energie in einem Akku speichert und auf Kurzstrecken rein elektrisch fährt.
Viele Hersteller bauen Personenwagen mit parallelem Hybridantrieb. Je nach Fahrsituation wird automatisch gesteuert, ob Elektro- oder Verbrennungsmotor anspringt. Allgemein gelten Hybridautos als sparsam und sind eine praktikable Übergangslösung hin zur Elektromobilität.
2010 wurde das ETHZ-Forschungsteam für die Entwicklung des kostengünstigen, pneumatischen Hybridmotor ausgezeichnet. Statt zwei Motoren wird nur ein Benzin-Druckluft-Hybridmotor benötigt. So sind die Herstellungskosten günstig und es wird fast ein Drittel an Energie gespart.
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