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Juckt die Kopfhaut, so kann künstliche Haarfarbe schuld daran sein. Denn die meisten Haarfärbemittel enthalten Substanzen, die Allergien auslösen können. Auch Naturprodukte im Kosmetik-Regal sind nicht immer schonend zum Haar. Letztlich bleibt nur der wahre Griff in die Natur.
Durch Benutzung von Naturhaarfarben lässt sich das Risiko von Allergien beim Haare färben vermeiden. © Sergey Kolesnikov/Dreamstime.com
Sich selbst zu ändern ist schwer. Die Haarfarbe hingegen ist schnell gewechselt. In anderen Fällen will man nur so bleiben, wie man bis zum Ergrauen der Haare aussah. So sind Haarfärbemittel unabhängig von der Mode immer aktuell. Doch Haare färben ist gefährlich. Auf diese Botschaft lassen sich die Ergebnisse der Untersuchungen von Öko-Test und ktipp zusammenfassen. So hat beispielsweise das Verbrauchermagazin Öko-Test mehr als 20 dauerhafte Haarfärbemittel unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war niederschmetternd: In sämtlichen Fällen vergab die Zeitschrift die Note ungenügend. In allen getesteten Haarfärbemitteln fanden die Tester so genannte aromatische Amine, von denen viele als krebserregend gelten. Auch wenn der Präsident des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung ein Krebsrisiko durch Haarfärbemittel ausschliesst, liessen sich die Tester nicht beirren. Solange der Verdacht nicht ausgeräumt sei, gebe es für alle Haarfarben mit aromatischen Aminen Punktabzug.
Besonders kritisch sind die aromatischen Amine auch, weil sie sensibilisierend wirken und heftige Allergien auslösen können. Deswegen bestehe in punkto Allergien durch Haarfärbemittel Forschungsbedarf, sagen Experten. Kontaktallergien auf Haarfarben können sehr unangenehm sein. Juckreiz der Kopfhaut, am Hals oder Nacken können auftreten. Aber auch extreme Rötungen, Schwellungen und Entzündungen der Gesichtshaut können Folgen der Kontaktallergie sein. «Man kann sich die Haare nicht ständig färben, wenn man nicht das Risiko von Allergien eingehen will», sagt der Basler Kantonschemiker Urs Hauri.
Wer glaubt, dass Pflanzenhaarfarben besser sind, der irrt. Zwar haben im Vergleich zu herkömmlichen Haarfarben und Tönungen die untersuchten Pflanzenhaarfarben deutlich besser abgeschnitten, doch auch hier fielen 16 der 34 getesteten Produkte bei Öko-Test mit «mangelhaft» oder «ungenügend» durch. Diese Produkte enthalten Chemikalien, die im Verdacht stehen, Allergien auszulösen. Schadstofffrei und deshalb sehr gut abgeschnitten haben alle Produkte der Gruppe «zertifizierte Naturkosmetik».
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