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In den sonnenarmen Monaten erscheint die Haut oft blass und fahl. Neben Spaziergängen und gesunder Ernährung kann Bio-Kosmetik in der Winterzeit helfen und beleben. Naturkosmetik ist ein wichtiger Baustein für die richtige Hautpflege im Winter.
Im Winter wird die Haut ganz besonders belastet, daher ist es wichtig, sie gut zu pflegen. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
Im Winter kann es der Haut schon mal heiss und kalt werden: Die Mischung aus Heizungsluft und Kälte bringt die empfindliche Schutzzone des Menschen in Bedrängnis. Dann reagiert sie mit Jucken, Spannungsgefühl und Entzündungen. Bio-Kosmetik und eine entsprechenden Hautpflege helfen vorm Austrocknen und schieben Hautreizungen einen Riegel vor.
Je kälter es draussen wird, desto weniger Talg produziert die Haut. So bekommt der natürliche Schutzfilm Risse. Weiteren Stress verursacht die Winterkleidung - die zwar gut wärmt, aber den Körper gleichermassen gegen Sauerstoff und Feuchtigkeit abschirmt. Kommt man im warmen Zuhause an und zieht den Wintermantel aus, dann trocknet die Heizungsluft die Haut weiter aus. Der Dermatologe Doktor Erich E. Küng erklärt: «Es ist das Wichtigste, dass die Haut genügend rückgefettet wird um einen Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden. Die ideale rückfettende Pflege ist eine natürliche Bodylotion, welche circa fünf bis eher zehn Minuten nach dem Auftragen angenehm eingezogen ist. Sollte jedoch nach 10 Minuten noch immer das Gefühl einer fettigen Oberfläche vorhanden sein, dann ist die Grundlage zu fettig. Zieht die Bodylotion innerhalb von zwei bis drei Minuten ein, ist sie sicherlich zu wenig fettig.» Ob zu viel Fett oder zu wenig, für die Hautpflege im Winter sind beide demzufolge weniger gut geeignet. Weiterhin rät der Dermatologe, dass man zur Bodylotion oder Bio-Kosmetik auch drei bis sechs Prozent Borretschöl oder Schwarzkümmelöl mischen kann. Beide Öle beruhigen die sensible und gereizte Haut. Von der oftmals empfohlenen Quarkmaske rät der Dermatologe jedoch ab, weil diese wasserziehend wirkt.
Mit herkömmlichen Kosmetikprodukten cremt man sich auch Mineralölprodukte, wie z.B. Silikone auf die Haut, die diese wie mit einem Panzer fest verschliessen. Bio-Kosmetik hingegen arbeitet mit natürlichen Stoffen wie Aloe Vera oder Jojoba. Diese pflegen die Haut, lassen sie atmen und versorgen sie nach dem Auftragen mit Nährstoffen.
Um die Austrocknung zu vermeiden ist der sparsame Einsatz von Duschbädern angeraten. «Des weiteren sind vor allem heisse und zu lange Duschbäder zu vermeiden,» erläutert der Dermatologe. «Hier sind drei bis fünf Minuten ideal. Auf Ganzkörperbäder ist überhaupt zu verzichten, da auch Ölbäder die Haut vermehrt austrocknen und dadurch die Entstehung von Juckreiz begünstigt wird.» Der Hautspezialist rät, dass die eingesetzten Duschgels möglichst pH-neutral und leicht rückfettend sein sollten.
Biokosmetik verwendet natürliche Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Honig oder Bienenwachs. Foto: © racamani - Fotolia.com
Biokosmetik sollte im Winter mehr Fette auf Wasser-in-Öl-Basis oder Hautöle enthalten, welche die Haut gegen Umwelteinflüsse stärken. Jeder Hauttyp bevorzugt ein anderes Pflegeprodukt. So wirkt z.B. natürliches Bienenwachs in Creme als Sofortschutz für trockene Haut. Wer jedoch zu fettiger Haut neigt, sollte die gewohnte Naturkosmetik einsetzen. A und O ist eine schonende Gesichtsreinigung. Statt Alkohol und Seife sollte man auf milde Reinigungsmilch oder Tonic setzen und auf Peeling verzichten. Insbesondere Lippen reagieren sensibel, weil diese über keine Talgdrüsen verfügen. Deshalb sollte man sie mit Lippenpflegestiften, die beispielsweise Aloe Vera und Sheabutter beinhalten, oder mit einem pflegenden Bio-Balsam eincremen. Wer in den Winterurlaub fährt, sollte den UV-Schutz unbedingt einpacken.
Auch die Hände werden im Winter schnell trocken und rissig. Insbesondere an den Fingerkuppen und zwischen den Fingern hinterlässt die kalte Jahreszeit ihre Spuren. Um die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist Biokosmetik besser als konventionelle Produkte. Spezielle Handpflege wie etwa von Biokosma versorgt die Hände mit reichhaltigen Ölen und stärken zusätzlich die Nägel.
Frische Luft, Wasser und Obst - damit liegt man immer richtig. Nicht nur äusserlich kann man sich etwas Gutes tun. Wer etwa zwei Liter Wasser und Tee trinkt, beugt der Hautaustrocknung vor. Gegen die trockene Zimmerluft helfen regelmässiges Lüften und ein Schälchen voll Wasser, das man auf die Heizung stellt. Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung rundet das Schönheitsprogramm bzw. die Hautpflege im Winter ab. Dazu gehört auch, schädlichen Einflüsse wie übermässiges UV-Licht und Tabak aus dem Weg zu gehen. Deshalb sollte man das Sonnen im Solarium nicht übertreiben. Dadurch trocknet die Haut zu sehr aus und altert schneller. Besser ist ein Spaziergang an der frischen Luft. Das hilft auch der Durchblutung auf die Sprünge - doch vorher sollte man sich das Gesicht gut eincremen.
Text: Kerstin Borowiak, Quellen: Wikipedia, Weleda, Dermatologe Dr. Küng, haut-wissen.ch

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