Klimakonferenz soll endlich konkrete Massnahmen bringen

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Am 7. November beginnt die jährliche UN-Klimakonferenz. Auf der Tagesordnung der COP22 in Marrakesch steht unter anderem die Weiterentwicklung des Pariser Klimavertrags. Denn diesem fehlt es an entscheidenden Einzelheiten.

Klimakonferenz COP22: Endlich konkrete Massnahmen fürs Klima?
Foto: © Givaga / iStock / Thinkstock

Der 2015 beschlossene Klimavertrag von Paris war das erste Klimaschutzabkommen, bei dem sich alle 195 teilnehmenden Staaten auf verbindliche Ziele einigten. Doch wie diese Ziele erreicht werden sollen, wurde bisher nur vage formuliert. Derzeit stützt sich der Vertrag vor allem auf grundsätzliche Selbstverpflichtungen und Absichtserklärungen.

Das soll sich auf der Klimakonferenz vom 7. bis 18. November in Marrakesch (Marokko) ändern. Dafür setzt sich auch die Schweizer Delegation ein und unterstützt auf der COP22 die Einführung von wirksamen Regeln im Kampf gegen den Klimawandel.

Vorab konnte bereits die endgültige Annahme der in Paris vereinbarten Ziele erreicht werden. Da mehr als die nötigen 55 Staaten sich verbindlich bereit erklärt haben, den Vertrag umzusetzen, konnte er am 4. November 2016 in Kraft treten. Damit ist das darin festgelegte Ziel von höchstens 1,5 Grad Erderwärmung nun völkerrechtlich binden beschlossen.

Text: Anja Stettin