Klimapolitik

Nicht erst seit Fukushima setzt die Schweizer Klimapolitik des Bundesrates auf eine umweltfreundliche Strom- und Wärmeproduktion. Naturbedingt wird seit Jahrzehnten auf die umweltfreundliche Wasserkraft gesetzt. Das Ziel, welches sich an der Klimapolitik der EU orientiert: Eine durchschnittliche jährliche Reduktion der Treibhausgase um 1,5 Prozent.

Wichtigstes Thema der Klimapolitik ist das Senken der CO2-Emissionen. Foto: © Hemera /Thinkstock
Foto: © Hemera /Thinkstock

Schweizer Klimapolitik setzt auf Reduktion von Treibhausgasen

Mit der Reduktion von durchschnittlich 1,5 Prozent des Treibhausgas-Ausstosses soll die schweizweite Emission bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent gesenkt werden, gemessen am Ausstoss von 1990. Dies ist einer der essentiellen Punkte in der Schweizer Klimapolitik.

Diese Ziele müssen erfolgreich umgesetzt werden, damit die Erderwärmung die kritische 2 Grad Grenze nicht überschreitet. Das kann jedoch nur erreicht werden, wenn weltweit alle Länder am selben Strick ziehen. Dafür wurde 1997 das Kyoto-Protokoll für die Zielsetzungen ins Leben gerufen. Die Industrieländer verpflichteten sich mit ihrer Unterschrift damit, die Treibhausgas-Emissionen auf vorgegebene Werte des Kyoto-Protokoll zu minimieren.

Die Wurzeln der heutigen Schweizer Klimapolitik sind allerdings bereits in den 70’er Jahren zu finden.

Klimapolitik der Schweiz setzt auf «Erneuerbare»

Die Schweizer Klimapolitik basiert auf einer langfristigen und nachhaltigen Energiepolitik. Diese möchte sowohl eine Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit, Wirtschaftsverträglichkeit als auch die Sozialverträglichkeit der Energiefrage sichern.

Eines der tragenden Elemente dieser Zielsetzung ist die heute schon vorbildliche Nutzung der Wasserkraft. Aber auch die neueren erneuerbaren Energieträge wie Sonne, Holz, Biomasse, Wind, Geothermie und Geothermie nehmen einen wichtigen Part in der Schweizer Klimapolitik und damit in der Energieversorgung von Morgen ein.

Bereits heute ist die Schweizer Energie- und Klimapolitik vorbildlich. So werden alleine rund 55,6% der gesamten Schweizer Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen produziert. Mit rund 96,5% stammt der Grossteil des eidgenössischen Stroms aus Wasserkraft.

Quellen: Bundesamt für Energie, BFE, Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

  • Klimakonferenz soll endlich konkrete Massnahmen bringenKlimakonferenz soll endlich konkrete Massnahmen bringen

    Am 7. November beginnt die jährliche UN-Klimakonferenz. Auf der Tagesordnung der COP22 in Marrakesch steht unter anderem die Weiterentwicklung des Pariser Klimavertrags. Denn diesem fehlt es an entscheidenden Einzelheiten. »

  • Erfolg für den Klimaschutz: Bald gibt es einen Klimakiller wenigerErfolg für den Klimaschutz: Bald gibt es einen Klimakiller weniger

    FCKW sind als gefährliche Treibhausgase schon lange verboten, nun folgen ihre Ersatzstoffe FKW. Denn offenbar schädigen diese die Umwelt ähnlich stark. Ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz. Nur dadurch soll sich die Erderwärmung merklich reduzieren. »

  • Eine halbe Million Tote durch Klimawandel bis 2050Eine halbe Million Tote durch Klimawandel bis 2050

    Laut Forschern soll der Klimawandel zu fortscheitendem Mangel an wichtiger Nahrung führen und so über 500'000 Menschen das Leben kosten. Doch in einigen Ländern werden durch die Erderwärmung auch mehr überleben als bisher. »

  • COP21: «Die Schweiz sollte ein Vorbild sein statt zu taktieren»COP21: «Die Schweiz sollte ein Vorbild sein statt zu taktieren»

    Vor wenigen Tagen hat der UN-Klimagipfel begonnen. Nationalrat der Grünen (ZH) Bastien Girod sprach mit nachhaltigleben.ch darüber, warum ein Scheitern der Konferenz ihn überraschen würde und wie die Schweiz dabei ihre Chance als Vorreiter im Klimaschutz verspielt. »

  • Kurz die Welt retten? Was vom Pariser Klimagipfel zu erwarten istKurz die Welt retten? Was vom Pariser Klimagipfel zu erwarten ist

    Vom 30. November bis 11. Dezember wird auf dem COP21 in Paris darüber diskutiert, wie man den Klimawandel stoppen kann. Dafür soll ein neues, verbindliches Abkommen verabschiedet werden. Die vorab von den Teilnehmerländern definierten Massnahmen reichen aber kaum aus. »

Weitere Artikel laden