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Mit Kräutertees fit und gesund bleiben

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Frische Kräutertees wärmen nicht nur an kalten Tagen. Sie helfen auch besonders im Herbst und Winter dabei die Gesundheit zu stärken. Tee können Sie deshalb gut als Hausmittel verwenden, um fit zu bleiben und Beschwerden zu lindern.

Kräutertee hilft in den kalten Monaten.

Mit Kräutertee kommen Sie gesund und munter durch den Winter. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Eine Tasse Tee hilft in vielen Lebenslagen: bei Stress, Unwohlsein, Magendrücken, Durst, Schlafproblemen und auch schon mal gegen Herzschmerz. Von klein auf begleiten Kamillen-, Melisse- oder Pfefferminztee durch gute und durch schlechte Zeiten. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Kräutertees zu den beliebtesten Aufgussgetränken der Schweizer gehören. Etliche Studien belegen wie die Hausmittel wirken. Teetrinker leben weniger gestresst und halten Herz und Kreislauf mit dem aromatischen Heissgetränk fit.

Nachhaltiger Kräutertee ist wie ein Warmstart in den Tag

Viele Schweizer «legen» mit einer morgendlichen Tasse Kaffee quasi den Turbo ein. Besser sei es, den Tag mit einem lauwarmen Glas Wasser und nicht zu heissem Kräutertee zu beginnen, rät Remo Vetter, Gärtner aus Passion und Teeexperte. Das helfe die Körpertemperatur langsam zu steigern und gleiche die Flüssigkeitsverluste der Nacht aus. Deshalb startet auch Remo Vetter täglich mit Tee in den Tag. Als Buchautor und Geschäftsführer einer Firma für Naturheilmittel sind Teepflanzen seit bereits mehr als 30 Jahren sein Steckenpferd.

Kräutertee richtig dosieren

«Kräutertee ist in dem Sinne mit Kosmetika vergleichbar», meint Remo Vettel. «Mit beidem tut man sich etwas Gutes. Eine Tagescreme bewahrt vor Umwelteinflüssen und der Tee unterstützt die Gesundheit von Innen.» Um sich richtig zu schützen, benötigt man jedoch eine grössere Menge des Aufgussgetränkes. Eine Tasse genügt nicht, um Beschwerden wie Halsschmerzen oder Stress umgehend aus dem Weg zu räumen. Das Mehr hilft jedoch nicht über einen längeren Zeitraum. Wer wochen- oder monatelang stets die gleiche Kräuterteesorte zu sich nimmt, mindert nicht nur deren Wirkung, sondern kann sich damit sogar schaden. Daher schmeckt Verbrauchern die Abwechslung in der Teetasse nicht nur gut, sondern bekommt ihnen auch besser.

Hausapotheke: von Brennessel bis Zitronenmelisse

Aus Erfahrung weiss man, wie hilfreich Kamillentee gegen Bauschschmerzen wirkt. Weniger bekannt ist hingegen, dass die Pollen des Korbblütlers auch Allergien bei Betroffenen auslösen können. Aus diesem Grund sind hier nun wichtige Informationen über die bekanntesten Kräutertees überblickartig zusammengetragen.

Brennnesseltee

Die Brennnessel ist reich an Vitaminen, Mineralien und Eisen. Dieser Tee hat eine besonders blutreinigende, entgiftende, harntreibende und stoffwechselanregende Wirkung.

 Goldrute

Die gelben Blüten werden zu Nieren- und Blasentee verarbeitet, der unter anderem harntreibend und entzündungshemmend wirkt.

Kamille eignet sich gut für Kräutertee.

Der Tausendsassa Kamille macht auch als Tee eine gute Figur. Foto: © alex - Fotolia.com

Kamillentee

Die Blüten der echten Kamille werden im Sommer geerntet und frisch oder getrocknet als Tee zubereitet. Dieser ist entzündungshemmend und krampflösend. Deshalb kommt das Kraut unter anderem bei Verdauungsbeschwerden, Entzündungen der Schleimhäute, Zahnbeschwerden, Sodbrennen und bei Erkältungen zum Einsatz. Da es schweisstreibend wirkt, sollte man zudem viel Wasser trinken.

Lindenblütentee

Die gelb-grünlichen Blüten können zwischen Juni und August geerntet und anschliessend getrocknet werden. Ein Lindenblütentee wirkt entschlackend, beruhigend, hilft gegen Erkältungen und Blasenleiden, ist appetitanregend und schweisstreibend. Deshalb sollte auch wie beim Kamillentee zusätzlich Wasser getrunken werden.

Löwenzahn

Aus den Wurzeln und Blättern des Löwenzahns entsteht ein gesunder Kräutertee. Das Grün sollte man vor der Blüte ernten. Das Aufgussgetränk unterstützt die Blutreinigung, stärkt die Leber, entwässert, gleicht den Blutzuckerspiegel aus und regt den Stoffwechsel an. Löwenzahntee setzt man besondere bei Erkrankungen der Galle und Leber ein. Wer zu viel davon trinkt, kann Bauchschmerzen, Brechreiz und Durchfall erleiden. Seltener treten beispielsweise Herzrhythmusstörungen auf.

Pfefferminztee

Die Blätter pflückt man im Frühjahr und im Sommer. Diese sind leicht am intensiven Geruch nach dem ätherischen Öl - Menthol - zu erkennen. Der frische und getrocknete Pfefferminztee hilft bei Erkältungserkrankungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Magen-Darm-Beschwerden sowie bei Halsschmerzen. Da es den Schleim löst, befreit es auch die Atemwege. Einen weiteren positiven Effekt hat es auf die Konzentration und hilft gegen Kopfschmerzen.

Salbeitee

Der lateinische Name des Salbeis bedeutet übersetzt heilen oder gesund sein. Doch nur die Blätter der Pflanze giesst man als Salbeitee auf. Wer Halsschmerzen hat oder übermässig schwitzt, trinkt den Aufguss normalerweise. Zudem hilft dieser gegen Husten und gegen andere, mit Erkältung einher gehenden Krankheitserscheinungen. Doch Schwangere, Säuglinge sowie Kleinkinder sollten das Getränk meiden.



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