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Viele Empfehlungen der altindischen Heil- und Lebenskunst des Ayurveda dienen der Schönheitspflege. Die Massagen, Kräuterrezepturen und Diätempfehlungen können es mit jeder Hightech-Kosmetik aufnehmen. Und doch ist der Ansatz der ayurvedischen Schönheitslehre ein ganz anderer, als der unserer herkömmlichen Kosmetik.
Ayurvedische Gesichtsmassagen entspannen die Züge und steigern das Wohlbefinden. Foto: © Rosenberg GmbH
Im Ayurveda wird Schönheit als ganzheitlicher Ausdruck des selbsterfüllten Menschen betrachtet: Nicht der Spiegel und die Waage entscheiden über unsere Attraktivität, sondern unsere Gesundheit und Lebensfreude. Denn Schönheit spiegelt immer auch das innere Wesen eines Menschen wider.
Nach der Lehre des Ayurveda ist es deshalb wichtig, sein authentisches Ich zu suchen und sich dem eigenen Typ entsprechend zu pflegen und zu ernähren. So wird das Wohlbefinden auf allen Ebenen gestärkt.
Im Ayurveda setzt sich das authentische Ich aus den drei Körperkräften Vata, Pitta und Kapha zusammen (auch Doshas genannt). Je nach Zusammenspiel dieser Kräfte lebt, liebt und geniesst jeder seine oder ihre Schönheit auf die eigene Weise.
Vata haben einen schlanken Körperbau, sie nehmen schlecht an Gewicht zu und haben oft trockene und raue Haut.
Pitta haben eine charismatische Ausstrahlung, Humor und sind unabhängig. Als sportliche, erfolgreiche und ausdrucksstarke Menschen werden sie bewundert und begehrt. Sie haben oft geschmeidige Haut.
Kapha sind eher üppig und werden wegen ihrer liebevollen, zärtlichen und ausgleichenden Eigenschaften geliebt. Ihre Schönheit liegt in ihren schönen, grossen Augen, wohlproportionierten Gesichtszügen und der Lust, das Leben in seiner Fülle zu geniessen. Sie haben oft weiche, blasse Haut.
Laut Ayurveda hängt die Beschaffenheit der Haut vom Zusammenspiel der drei Körperkräfte ab und sollte auf typgerechte Weise gepflegt werden. Kennen wir unseren Hauttyp, können wir mit der richtigen Pflege alle Dosha-Störungen ausgleichen und gleichzeitig Stress, Sorgen, Ängste und Zorn beseitigen. Damit werden die primären Ursachen aller Hautbeschwerden neutralisiert.
Eine Vata-Haut zeichnet sich durch Trockenheit, Feuchtigkeitsmangel und Sensibilität aus. Sie fühlt sich kühl und rau an und ist sehr empfindlich gegen Kälte, klimatisierte Räume und Stress. Je nach Jahreszeit und persönlicher Verträglichkeit eignet sich für die Vata-Haut ein warmes Sesam- oder Mandelöl für die tägliche Gesichtsmassage. Für eine Ganzkörper-Ölung ist die klassische Ölrezeptur Dhanvantram-Thailam besonders empfehlenswert. Mit sanften Ausstreichungen und entspannenden beruhigenden Massagegriffen wird die ganze Vata-Persönlichkeit entspannt und vitalisiert. Verkrampfte Gesichtszüge lösen sich, der dumpfe Teint erhält ein inneres Strahlen.
Zusätzlich zur Gesichtsmassage unterstützen warme Kompressen, Schwitzbehandlungen und nährende Gesichtsmasken mit Avocado, Sahne, Banane, Hafermehl, Sandelholzpulver und Kräutern die ganzheitliche Ayurveda-Kosmetikbehandlung für die Vata-Haut.
Für die Ernährung sind warme, frisch gekochte Suppen und Eintöpfe mit Reis, Dinkel, Kartoffeln, Karotten, Fenchel und Spargel, täglich 2 EL Olivenöl oder Ghee und Gewürze wie Fenchel, Muskat, Nelke, Ingwer, Safran und Basilikum wichtig und schenken der Haut neue Spannkraft und Vitalität.
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