Die USA wollen Homöopathie als nicht wirksam kennzeichnen

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In den Vereinigten Staaten konnten Hersteller von homöopathischen Präparaten bisher damit werben, dass ihre Globuli und Tropfen gegen allerlei Krankheiten wirken. Da das jedoch irreführend sei, sollen die Mittel bald einen zusätzlichen Hinweis erhalten.

Die USA wollen Homöopathie als nicht wirksam kennzeichnen
Foto: © PicLeidenschaft / iStock / Thinkstock

In einer Grundsatzerklärung kritisiert die Federal Trade Commission, dass viele der freiverkäuflichen homöopathischen Medikamente in den USA auf Theorien aus dem 18. Jahrhundert basieren. Klinische Studien, die ihre Wirksamkeit beweisen könnten, fehlen jedoch.

Deshalb beantragt die US-Behörde, Globuli und Co. nicht nur mit Hinweisen auf Homöopathie und die mögliche Wirkung zu beschriften. Zusätzlich soll künftig deutlich zu erkennen sein, dass die Wirksamkeit der Präparate nicht nachgewiesen ist.

Auch in der Schweiz sind Globuli und Co. oft frei verkäuflich. Eine Kennzeichnung, inwiefern ihre Wirkung nachgewiesen werden konnte, gibt es hier bisher allerdings auch nicht. Ob es sinnvoll wäre, eine solche Beschriftung auch hier einzuführen, wird vielleicht das Beispiel in den USA zeigen.

Text: Anja Stettin