Eislaufen mit Aussicht: Die schönsten Natureisbahnen der Schweiz

Im Gegensatz zu künstlichen, bestehen Natureisbahnen lediglich aus Wasser. Oft sind das einfach zugefrorene Bergseen. Aber es gibt auch auf Wanderwegen oder ebenen Flächen angelegte Eisfelder, die in malerischer Kulisse zum Eislaufen, Curling oder auch Snow-Kiting einladen.  

Eislaufen: Das sind die schönsten Natureisbahnen der Schweiz
Foto: © Karl-Heinz Hug / swiss-image.ch

Das Eissport-Mekka der Schweiz schlechthin ist in Davos Klosters zu finden. Neben einer professionellen Infrastruktur für alle gängigen Eissportarten und dem traditionsreichen Eishockeyturnier im imposanten Stadion, dem Spengler-Cup, geht es hier im Winter auch Draussen zur Sache.

Schlittschuhlaufen unter freiem Himmel, in wunderschöner Umgebung ist auch auf der Natureisbahn Holzboden in Spiringen angesagt. Diese Natureisbahn gilt ob ihrer Lage als eine der romantischsten im Urnerland und vor allem wenn die Schächentaler Landschaft tief verschneit ist, dann haben Gross und Klein ihren Spass.

In der Wintersportoase Savognin in Graubünden schlägt das Herz eines jeden Natureisbahnen-Fans ebenfalls höher. Als Teil des grossen Wintersportangebotes finden hier Kufenliebhaber gleich mehrere davon. Sei es das Eisfeld Savognin, das sich direkt an der Talstation befindet oder die Natureisbahn im Herzen von Bivio, beide sind bis 22 Uhr geöffnet. Darüber hinaus gibt es in dieser schönen Wintersport-Region je eine Natureisbahn in Alaneu und Schmitten, auf denen man neben Eislaufen auch Eisstockschiessen kann.

Bild: 1 von 7

Seit 2002 erstreckt sich zwischen Dezember und März auf rund 2000 Metern Höhe die Natureisbahn Alp Raguta. Mit einer Sesselbahn von Feldis aus können Sie mitten in die Natur des Feldiser Hochlandes und davon aus in 5 Gehminuten zur Alp Raguta gelangen.
Das Eisfeld wird jedes Jahr auf besondere Weise hergestellt. Auf einer Fläche von ca. 675 m2 legt man zuerst Messeteppich aus, auf denen eine Folie platziert wird. Danach wird Wasser darauf gegeben. Je nach Leistung der Quelle kann das Auftragen der benötigten 150'000 Liter 2 bis 3 Tage dauern.
Wenn das Wetter auf dem Hochplateau mitspielt, ist die Eisbahn für Hockey sowie Curling geeignet, aber auch zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschiessen. Dazu hat das Gebiet ein einzigartiges Naturpanorama. Infos zu den Öffnungszeiten sowie den Verhältnissen auf der Natureisbahn finden Sie unter alpraguta.ch. Foto: © Karl-Heinz Hug / swiss-image.ch

Seit 2002 erstreckt sich zwischen Dezember und März auf rund 2000 Metern Höhe die Natureisbahn Alp Raguta. Mit einer Sesselbahn von Feldis aus können Sie mitten in die Natur des Feldiser Hochlandes und davon aus in 5 Gehminuten zur Alp Raguta gelangen.

Das Eisfeld wird jedes Jahr auf besondere Weise hergestellt. Auf einer Fläche von ca. 675 m2 legt man zuerst Messeteppich aus, auf denen eine Folie platziert wird. Danach wird Wasser darauf gegeben. Je nach Leistung der Quelle kann das Auftragen der benötigten 150'000 Liter 2 bis 3 Tage dauern.

Wenn das Wetter auf dem Hochplateau mitspielt, ist die Eisbahn für Hockey sowie Curling geeignet, aber auch zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschiessen. Dazu hat das Gebiet ein einzigartiges Naturpanorama. Infos zu den Öffnungszeiten sowie den Verhältnissen auf der Natureisbahn finden Sie unter alpraguta.ch. Foto: © Karl-Heinz Hug / swiss-image.ch

Weitere Bilder anschauen

Ebenfalls in Graubünden findet man eine der wohl aussergewöhnlichsten Natureisbahnen: Dabei handelt es sich um eine auf einem drei Kilometer langen Waldweg angelegte Eisspur, auf der Sie mit der ganzen Familie Ihre Eislauf-Künste testen können. Seit 2002 wird die Albula-Skate-Line-Natureisbahn alljährlich in Surava angelegt, wenn die Temperaturen es zulassen. Die Eröffnung der Saison ist, sofern das Wetter mitspielt, ab kurz vor Weihnachten. Informationen und Pistenzustandsbericht auf Skateline.de.

Natureisbahn St. Moritz: Für den etwas anderen Kufensport

Und dann gibt es noch eine ganz andere Natureisbahn in St. Moritz. Sie ist allerdings so gar nicht für Eisläufer gedacht, sondern nur für Bobfahrer. Die älteste und heute einzige Natureisbahn für diesen Kufensport ermöglicht es den wagemutigen Fahrern auf über 100 Kilometer die Stunde zu beschleunigen. Sie wird alljährlich ab Ende November von insgesamt 30 Händen aus Schnee und Wasser gefertigt und gilt aufgrund der grossen Masse an verbautem Schnee als die grösste Schneeskulptur der Welt.

Befahren kann man sie auch. Denn es gibt mehrere Gästebobs in denen Interessierte ab 18 Jahre sich zu zweit und mit erfahrenem Bremser und Steuermann auf die besondere Natureisbahn wagen können. Mehr Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es unter Olympia-Bobrun.ch  und einen ersten Eindruck wie dies abläuft und wie rasant es die Natureisbahn in St. Moritz bergab geht, zeigt dieses kurze Video:

Noch mehr Wintersport und das auch noch umweltfreundlich? Der Beitrag von Skilanglauf bis Wintergolf: Ökokorrekter Wintersport im Überblick gibt spannende Tipps.

Text: JayRB