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Der Sommer lockt wieder viele Velo-Sportler in die Berge, mit dem Mountain-Bike rasen Sie zu Tal. Doch dieser Fun-Sport ist nicht unproblematisch. Rücksichtsloses Fahren führt zu Streit mit Wanderern und schadet der Natur. Hier finden Sie Tipps für nachhaltige und umweltfreundliche Bike-Tours.
Mountainbiker geniessen die Landschaft und das Abenteuer in den Bergen.
Was früher den Wandersleuten vorbehalten war, haben seit einigen Jahren auch die Velofahrer entdeckt: Dank immer besseren Bikes erklimmen sportliche Fahrer heute fast jeden Berg und geniessen die Landschaft vom Velosattel aus. Und die Schweiz ist für eingefleischte Biker ein Paradies. Sie bietet unzählige Möglichkeiten für Touren an: Von einfacheren Strecken mit moderaten Steigungen bis hin zu anspruchsvollen hochalpinen Routen. «Biken ist ein umweltfreundlicher Sport, wenn man mit dem Zug anreist oder - besser noch - in der eigenen Region unterwegs ist», sagt Markus Capirone von der Stiftung SchweizMobil. Dennoch drohen die Sportler oft Wanderern und auch der Natur in die Quere zu kommen. So hat erst im Frühjahr der WWF St. Gallen gegen eine geplante Bikestrecke Einsprache erhoben. «Wir haben zwar keine grundsätzlichen Einwände gegen den Bau der Waldegg-Trail-Bikestrecke, verlangen aber, dass gleichzeitig Massnahmen zum Schutz der Wildtiere getroffen werden», so Geschäftsführer Martin Zimmermann.
Mountainbike Fahren ist in der Schweiz grundsätzlich überall erlaubt, wo nichts Gegenteiliges signalisiert wird - also auch auf normalen Wanderwegen. Hier sind Konflikte mit Wanderern jedoch fast vorprogrammiert. «Es braucht die gegenseitige Rücksichtnahme», sagt Capirone, der das Problem aus der Perspektive beider Sportler-Kategorien kennt. Besser sei es, sich an die signalisierten Routen von SchweizMobil zu halten. Auf dem dazugehörigen Internetportal bietet die Organisation umfangreiche Tipps, Routenbeschreibungen, Unterkünfte, Reiseberichte und Karten zum kostenfreien Herunterladen an. Diese sind alle von den kantonalen Fachstellen geprüft und für gut befunden worden. Die empfohlenen Wege nehmen Rücksicht auf das Wild und führen nicht durch Naturschutzgebiete. Auch erosionsgefährdete Stellen werden umgangen. Eine komplette Trennung von Wanderwegen und Bikerouten sei aber nicht realistisch, sagt Capirone. «Dafür ist die Schweiz zu klein.» Die von SchweizMobil markierten Routen sind allesamt für den Langsamverkehr konzipiert - also nicht für Raser und Cracks. «Der Landschaftsgenuss steht bei uns im Vordergrund», sagt der Projektleiter bei SchweizMobil. Strikt auf eine getrennte Wegführung wurde jedoch an steilen und engen Stellen geachtet, wo Absturzgefahr besteht.
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