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Die Umweltfreundlichkeit nachhaltiger Anlagen

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Grün verkauft sich prächtig : vom Gemüse über Hybridautos bis hin zu Anlagefonds. Diese verstärkte Nachfrage nach ökologischen Produkten ist erfreulich, wirft aber auch Fragen auf.

Effiziente Investitionen helfen  Natur und Umwelt.

Durch effizientes investieren helfen Sie der Natur und Ihrer Umwelt.

Nur wenn grüne Produkte einen echten Nutzen für die Umwelt aufweisen, leisten sie einen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Vielfalt unseres Planeten. Dies ist dringend nötig: Der vom WWF erhobene «Living Planet Index», ein globaler Indikator für den Zustand der Biodiversität, ist seit 1970 um rund 30 Prozent zurückgegangen. Ein wichtiger Grund hierfür ist der Ressourcenverbrauch der Menschheit: Er hat sich seit 1960 mehr als verdoppelt. Wir leben heute nicht mehr von den «Zinsen» unseres Planeten, sondern zehren vom Kapital der Ökosysteme, auf deren Funktionieren wir angewiesen sind.

Wirkung von Anlageentscheiden

Was hat das nun mit Geldanlagen zu tun? Investitionsentscheide haben zwar häufig nur eine indirekte, aber nicht minder grosse Wirkung auf den Zustand der Umwelt. Das zeigt sich exemplarisch bei den erneuerbaren Energien. Über Jahre hinweg waren es Nischeninvestoren, die den Pionieren auf diesem Gebiet Kapital zur Verfügung stellten. Heute wächst der Sektor mit einer beachtlichen Dynamik und eröffnet interessante Perspektiven für eine saubere Energieversorgung. Wenn man bedenkt, dass letztes Jahr mehr als 100 Mrd. Franken in erneuerbare Energien investiert wurden und der Sektor seit mehreren Jahren Wachstumsraten im Bereich von 20 bis 50 Prozent aufweist, wird klar, dass die Lenkung von Finanzströmen in zukunftsträchtige Sektoren einen echten Beitrag im Kampf gegen die Übernutzung natürlicher Ressourcen leistet. Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass heute auch Produkte als grün angepriesen werden, die einen sehr geringen oder gar keinen ökologischen Mehrwert aufweisen.

Selbst die Nutzung angeblich nachhaltiger Ressourcen kann verheerende Auswirkungen auf die Natur haben. So werden heute beispielsweise Agrotreibstoffe angeboten, deren Anbau und Verarbeitung mehr Energie verbraucht als schliesslich in Form von angeblich nachhaltigem Treibstoff zur Verfügung steht. Auch sind heute Agrotreibstoffe auf dem Markt, zu deren Anbau Tropenwald gerodet wurde, von der preistreibenden Wirkung auf Grundnahrungsmittel ganz zu schweigen. Das heisst nun nicht, dass Agrotreibstoffe keine Unterstützung verdienen. Werden dafür pflanzliche Abfallstoffe genutzt, macht das sehr viel Sinn. Aber das Beispiel zeigt, dass auch grüne Produkte sehr sorgfältig geprüft werden müssen. Das gilt auch für die Finanzanlagen. So kann die Anwendung eines undifferenzierten «Bestin-Class»-Ansatzes, wie ihn viele Finanzinstitute noch immer pflegen, zur paradoxen Situation führen, dass damit verstärkt Mittel in Sektoren wie die Erdölförderung oder den Abbau von Bodenschätzen fliessen, was für die Umwelt definitiv kein Gewinn ist.



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