Checkliste für die Auswahl nachhaltiger Geldanlagen

Wer sich dafür entscheidet, sein Geld nachhaltig anzulegen, sollte bei der Auswahl der Investition Einiges bedenken. Risiken müssen minimiert werden und die Geldanlage sollte auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Bei einer nachhaltigen Geldanlage gibt es Risiken und persönliche Bedürfnisse zu beachten.
Die Checkliste zu nachhaltigen Geldanlagen gibt Ihnen einen schnellen und und umfassenden Überblick. Foto: RomoloTavani, iStock, Thinkstock

Zusammengestellt von der deutschen Verbraucherzentrale, finden Sie im Folgenden 12 wertvolle Tipps zu nachhaltigen Geldanlagen. Diese Checkliste soll Ihnen dabei helfen, das für Sie persönlich geeignete Investment zu finden.

1. Persönliche Bestandsaufnahme: Wie sehen Ihre derzeitigen Lebensumstände, wie Ihre Zukunftsplanung aus? Wollen sie eine größere Anlagesumme investieren oder regelmäßige Sparraten anlegen? Wie lange soll das Geld investiert werden? Welche Anlageformen haben Sie bereits, welche Risiken bei der Geldanlage können oder wollen sie tragen? Machen Sie einen Kassensturz, um Ihre persönlichen Anlagewünsche, Ihren Bedarf und Ihre Anlageziele richtig einschätzen zu können.

2. Auswahl des richtigen Produkttyps: Von den Antworten auf die erste Frage sowie von Ihrer persönlichen Risikoneigung und der Struktur ihrer Geldanlagen hängt die Wahl des für Sie passenden Produkttyps für die Geldanlage ab. Dabei können Sie für jede gewünschte Anlagedauer auch eine ökologische Anlageform finden - vom jederzeit verfügbaren Tagesgeldkonto bis hin zu Langfristanlagen und Produkten für die Altersvorsorge.

3. Welche Anlagekriterien wollen Sie berücksichtigt wissen: Sobald Sie den passenden Produkttyp ausgewählt haben, können Sie gezielt nach einem Anbieter suchen, der auch ökologische Kriterien berücksichtigt bzw. im Klimaschutzbereich tätig ist. Fragen Sie den Anbieter aber vor Abschluss des Vertrages,

  • in welcher Branche er schwerpunktmäßig tätig ist bzw. die angebotene Anlage investiert,
  • wie hoch sein Umsatz im Klimaschutzbereich ist bzw. die der angebotenen Anlage,
  • welche sonstigen Branchen- und Tätigkeitsschwerpunkte er bzw. die in der Anlage enthaltenen Unternehmen haben.
  • Oder reicht es Ihnen aus, wenn der Anbieter nach dem «Best-in-Class»-Ansatz investiert?

4. Nach welchen Kriterien wählt das Management seine Investments aus: das sollten Sie insbesondere bei Investmentfonds oder sonstigen Anlagen überprüfen. Fragen Sie deshalb, welche der folgenden Kriterien berücksichtigt werden, und ob der Anbieter

  • Negativkriterien bei der Anlageauswahl berücksichtigt, und wenn ja, welche?
  • Positivkriterien anwendet, und wenn ja, welche?
  • Alternativ können Sie auch fragen, in welche Fonds er investiert.

5. Wollen Sie ein lupenreines «klimabewusstes Investment» erwerben oder reichen Ihnen ein paar «grüne Tupfer»: Wer genau wissen will, wie «sauber» bzw. klimabewusst seine Geldanlage ist, sollte auch nachfragen,wie viel Prozent vom Monats- oder Jahresbeitrag tatsächlich nach den unter Punkt 3 und 4 genannten Kriterien investiert wird - und wie sich dieses ökologisch investierte Kapital im Lauf der Jahre entwickeln soll.

6. Wie genau nimmt es der Anbieter mit der Transparenz: Egal, ob Sie ganz streng nach ethischen und/oder ökologischen bzw. klimabewussten Kriterien investieren möchten oder ob Sie das eher locker sehen - fragen Sie den Anbieter, wie er es denn mit der Berichtspflicht hält. Welche Informationen können Sie einmal jährlich erwarten? Wird Ihnen der Anbieter beispielsweise mitteilen, wie viel vom angesparten Kapital nach ethischen oder ökologischen Kriterien investiert ist? Und wird er auch aufschlüsseln, nach welchen Kriterien?