Die Vielfalt nachhaltiger Anlagen besser überblicken

Welche Formen nachhaltiger Anlagen gibt es? Inwiefern unterscheiden sich die Investments voneinander? Einen Überblick und weitere Informationen zu den unterschiedlichen Arten nachhaltiger Anlagen finden Sie hier.

Einen Überblick über die Formen nachhaltiger Anlagen erhalten Sie hier.
Nachhaltige Anlagen sind heute vielfältig und die Entscheidung für ein Investment nicht immer einfach. Foto: ChrisPole, iStock, Thinkstock

Der Markt für nachhaltige Investments weist ein ausserordentlich hohes Wachstum auf: allein zwischen Juni 2006 und Juni 2007 hat sich das Volumen in der Schweiz auf rund 25 Mrd. Franken glatt verdoppelt. Das liegt sicherlich auch daran, dass der Begriff der Nachhaltigkeit heute allgegenwärtig ist.

Das 1992 eingeführte Leitbild der Nachhaltigkeit hinterlässt immer tiefere Spuren in Gesellschaft und Wirtschaft. Der Markt nachhaltiger Investments ist mit seinen nun 14 Jahren zwar noch relativ jung, aber doch älter, als viele vielleicht vermuten würden. Und: er weist hinsichtlich der Produktvielfalt eine hohe Dynamik auf. Bis etwa zum Jahr 2000 bestand das Angebot an nachhaltigen Produkten lediglich aus Aktien­ und Obligationenanlagen. Auch heute stellen diese beiden Kategorien das Rückgrat nachhaltigen Investments dar. In der Angebotspalette befindet sich inzwischen aber zusätzlich eine Vielzahl von Indizes, Zertifikaten, Private­ Equity­-Anlagen bis hin zu ersten Hedge Funds.

Grosse Vielfalt an nachhaltigen Investments

Damit Interessierte in dieser rasanten Entwicklung nicht die Übersicht verlieren, werden im Folgenden die heute bereits vorhandenen Formen nachhaltigen Investments vorgestellt und kategorisiert.

Ausgangspunkt der Betrachtung ist die Frage, ob bei den Anlagen eine positive oder eine negative Sicht zugrunde liegt. Die negative Sicht, die heute vor allem noch in angelsächsischen Ländern betrieben wird, stellt einen bewussten Verzicht auf gewisse Investments dar. Diese sogenannten Negativ­ oder Ausschlusskriterien sind häufig produktorientiert (zum Beispiel Kernenergie, Rüstung) und nur in wenigen Fällen prozessorientiert (zum Beispiel Kinderarbeit).

In Kontinentaleuropa hat sich bei nachhaltigen Investments eine positive Sichtweise durchgesetzt, es wird entsprechend dem sogenannten best-in-class-­Ansatz bewusst in aus Nachhaltigkeitssicht interessante Titel angelegt. Nichtnachhaltige Titel werden somit nur implizit gemieden. Die Umsetzung dieser positiven Sichtweise kann auf zwei unterschiedliche Arten erfolgen: durch einen Stil, den man schon heute als klassisch nachhaltiges Investment bezeichnet, und durch Anlagen in Nachhaltigkeitsthemen.