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Studienabsolventen mit Wissen um Nachhaltigkeit sind begehrte Arbeitskräfte. Deshalb wird heute von einer Fachhochschule oder Universität das Angebot zum Studium neu kreiert. Es gibt immer mehr Studiengänge, die eine Ausbildung in Technik, Wirtschaft, Ethik, Umwelt und am besten allem gleichzeitig bieten.
An den Unis werden neue Studiengänge geschaffen, welche die Nachhaltigkeit einbeziehen.
Der Umweltmarkt boomt und wächst stärker als jede andere Wirtschaftsbranche in der Schweiz: 21 Milliarden Franken Umsatz, 95.000 Beschäftigte und ein Wachstum von 3.6 Prozent jährlich attestiert die Studie «Umweltmärkte in der Schweiz - Perspektiven für Wirtschaft, Beschäftigung und Bildung» des Bildungszentrums WWF. Die Studie prognostiziert, dass bis im Jahr 2015 zusätzliche 30.000 bis 40.000 Arbeitsplätze im ökologischen Bereich geschaffen werden. Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können, fordert nicht nur das WWF politische Fördermassnahmen - eine aktive Bildungs- und Forschungspolitik ist hierbei zentral. Denn inzwischen reicht der Nachhaltigkeits-Bereich in jeden Wirtschaftssektor hinein. Die Hochschullandschaft rüstet sich dafür und bietet zahlreiche Studiengänge an, die zum Grossteil das Schubladendenken aufbrechen.
Zunächst denken viele in diesem Kontext an technische höhere Bildung. An Studiengänge wie den der «Energie- und Umwelttechnik», der im Herbst 2011 an der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) startet. Gerade der Baubereich hat grossen Bedarf an Nachhaltigkeits-Experten. Deshalb haben fünf Schweizer Fachhochschulen sich auch im Rahmen der Modulausbildung EN Bau zusammengeschlossen, die zum Abschluss «Master of Advanced Studies in nachhaltigem Bauen» kombinierbar sind. Mit dabei sind die Fachhochschule Ostschweiz / HTW, HTA / Hochschule für Technik & Architektur Luzern, Berner Fachhochschule, Zürich Fachhochschule, HSW / Hochschule Wädenswil und FHNW / Fachhochschule Nordwestschweiz.
Dabei beschränken sich die nachhaltigkeitsbezogenen Studiengänge keineswegs auf diesen Bereich. Im Gegenteil, nachhaltige Werte können in prinzipiell allen Fachgebieten vermittelt werden. Somit werden diese Aspekte Stück für Stück als Querschnittsthema in Studien eingebracht. Denn ebenso wie ein Wirtschaftsstudent heutzutage nicht mehr die Universität verlassen kann, ohne mit dem Thema der Diversität und Frauenförderung konfrontiert gewesen zu sein, nimmt er heute zumindest Basisinformationen zu nachhaltigem Wirtschaften mit. Und das passt zum Trend der Interdisziplinarität.
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