Erneuerbare Energie: Natürliche Quellen zur Energiegewinnung

Nicht erst seit dem Reaktorunfall in Fukushima setzen immer mehr Schweizer auf erneuerbare Energie. Die Quellen hierfür finden sich in der Solarenergie, der Windkraft und der Biomasse. Auch die Schweizer Wasserkraft wird hierzu gezählt.

Die Kraft der Natur als Quelle umweltfreundlicher Energie
Umweltfreundliche Energie aus der Kraft der Natur. Foto: © Rafa Irusta / iStock / Thinkstock

Erneuerbare Energie als Quelle umweltfreundlicher Energieversorgung

Die Schweiz hat einen vergleichsweise grossen Anteil an erneuerbarer Energie zur Wärme- und Stromproduktion. Laut Informationen der Schweizerischen Eidgenossenschaft wurden 17 Prozent der Wärme und nahezu 50 Prozent des verbrauchten Stroms mittels erneuerbarer Energie, auch alternative oder regenerative Energie genannt, erzeugt.

Wasserkraft: Grösste Quelle für erneuerbare Energie in der Schweiz

Schon seit langem setzen Schweizer Energieversorger auf Wasserkraft. Hierbei wird unterschieden in Laufkraftwerke, die in Flüssen installiert sind, in Speicherkraftwerke, die von Stauseen gespeist werden sowie Kleinwasserkraftwerke, die selbst in kleineren Flüssen umweltfreundliche, erneuerbare Energie erzeugen.

Sonne, Wind, Umweltwärme und Biomasse

Die Solarenergie ist eine weitere Schweizer Quelle für erneuerbare Energie. Die kostenlose Kraft der Sonne erzeugt entweder Strom mittels Photovoltaik-Anlagen oder Warmwasser dank Solarthermie.

Auch die Windkraft leistet in der Schweiz einen wichtigen Beitrag zur Produktion von erneuerbarer Energie. Insbesondere im Norden des Landes finden sich zahlreiche Windkraftanlagen.

Umweltwärme wird aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich entnommen und für den privaten wie gewerblichen Bereich genutzt. Viele Schweizer Haushalte setzen heute schon auf oberflächennahe Geothermie, die umweltfreundlich ganze Gebäude beheizen kann. Grossprojekte, die auf die tiefe Geothermie setzen und Bohrungen bis in 7.000 Metern Tiefe nötig machen, stehen in der Schweiz spätestens nach einigen kleineren Erdbeben bei einer Bohrung in Basel 2006 in der Kritik.

Biomasse ist eine weitere Quelle für erneuerbare Energie. Überwiegend wird hierbei Holz aus nachhaltiger Schweizer Forstwirtschaft als Heizmaterial für die Einzelraumbefeuerung oder für ganze Gebäude eingesetzt. Aber auch Biogasanlagen, die Gülle und Mist in verbrennbares Biogas umwandeln sind in der Schweiz eine Quelle für erneuerbare Energien.

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