Fit für den Tag mit gesundem Fast Food

Wenn der Hunger kommt, leuchtet irgendwo meist ein grosses M oder ein Süsswarenautomat. Und dem Hunger ist die Frage nach der Gesundheit egal. Dabei ist langfristig ungesundes Fast Food nachgewiesenermassen schädlich. Und gesunde Alternativen sind nie weit weg.

Fastfood kann auch gesund sein und zum richtigen Fitmacher werden.
Fast Food muss nicht immer ungesund sein, sondern kann auch zum Fitmacher werden. Foto: tycoon751, iStock, Thinkstock

Es ist drei Uhr nachmittags, noch eine halbe Stunde bis zum nächsten Termin und die Konzentration ist am Tiefpunkt angelangt. Jetzt schnell etwas essen, das wieder Energie gibt. Und just steht am Bahnhof dieser Süsswarenautomat. Aber Stopp, sagt Gigia Mettler-Saladin, Ernährungspsychologische Beraterin und Präsidentin des Verbands Ernährungs-Psychologische Beratung Schweiz. «Haben Sie zwischendurch das Bedürfnis etwas zu essen, dann nehmen Sie sich Zeit zu entscheiden, auf was Sie Lust haben. In dem Sie sich bewusst etwas aussuchen, passiert es nicht, dass Sie irgendwas verschlingen dass Sie eigentlich nicht wollten. Um danach auch noch ein schlechtes Gewissen zu haben», sagt Mettler-Saladin und nennt den Prozess eine kulinarische Pause.

Zucker hilft nicht

Und wer sich in dieser Pause dafür entscheidet, Schoggi sei das einzige, was seiner Konzentration helfe, der irrt. «Zuckerreiche Lebensmittel ermüden den Geist, da ein schneller Blutzuckeranstieg nach kurzem Hoch tief sinkt, was zu Müdigkeit führt. Nicht geeignet sind daher Schoggi, Milch- und Getreideriegel, süsses Gebäck und auch weisses Brot, Gipfel, gesüsste Getränke und Milchgetränke, fette und stark gesalzene Produkte», sagt die Beraterin. Das bedeutet: Auch ein Bigmac-Menü hilft nicht weiter. Im Gegenteil sogar, besagt eine aktuelle Studie: Amerikanische Wissenschaftler publizierten, dass falsche Ernährung und Übergewicht das Hirn schrumpfen liessen. Und die veränderten Hirnareale liessen den Menschen gar grösseren Appetit entwickeln. Irgendwann reichen zwei Schokoriegel und zwei Hamburger nicht mehr aus, um satt zu werden.

Dabei sei der Hamburger an sich keineswegs verdammenswert, sagt eine Studie der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Ein klassischer Hamburger liefere pro Portion abgesehen vom leicht erhöhten Proteingehalt eine relativ ausgewogene Energieverteilung. Entscheidend sei, mit welchen weiteren Komponenten die Schnellgerichte verzehrt würden: Pommes Frites statt Salat und Limonade statt Mineralwasser sind es, die zu Buche schlagen. Wer also konsequent Wasser wählt und zu Gemüse und Salat als Beilage greift, geht in die richtige Richtung.