Gesundes und leckeres Essen mit Tricks aus Grosis Küche

Das Grosi wusste, was es für ein feines Essen und eine gesunde Ernährung braucht: Frische regionale Zutaten, ein gutes Rezept, zwei Hände zum Kochen und ein bisschen Zeit. Beim Grosi wurden die Lebensmittel auch selten alt. Dazu wendete sie in der Küche ein paar einfache Tricks an.

Gesundes Essen: Tipps zum Kochen finden Sie hier.
Bereiten Sie etwas frisches zu und verzichten Sie beim Kochen auf Konservierungsmittel. Foto: Inga Nielsen, iStock, Thinkstock

In Grossmutters Küche war es immer warm, es duftete nach leckerem Essen und von diesem gab es immer etwas zu probieren. Es mag sein, dass die Erinnerung einiges verklärt, doch die heutige Küche täte gut daran, sich manches wieder ins Gedächtnis zu holen, was vor einigen Jahrzehnten noch Gang und Gebe war. So wusste Grossmutter beispielsweise, auch ohne Konservierungsmittel auszukommen. Das bedeutete, dass das Gericht heute auch das am Folgetag bestimmt.

Inzwischen bleibt Toast aus der Tüte wochenlang frisch und trockenes Brot kommt in den Bioabfall. Mit Omas Rezepten lassen sich damit köstliche Semmelknödel oder auch Aufläufe zubereiten. Reibt man Brot oder Brötchen klein, erhält man Paniermehl. Alte Kartoffeln beispielsweise verlieren häufig ihren Geschmack – nicht jedoch, wenn etwas Essig ins Kochwasser gegeben wird. Und Oma wusste auch: Gibt man gekochte Kartoffeln vom Vortag nochmals kurz in kochendes Salzwasser, werden sie wieder fast frisch. Allerdings sollte man sich beeilen, gekochte Kartoffeln innerhalb von wenigen Tagen zu verzehren, auch wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bratkartoffeln oder in Scheiben geschnitten im Ofen angebacken, bilden sie die Grundlage für abwechslungsreiches Essen an Folgetagen. Alte Möhren erhalten wieder einen frischen, süssen Geschmack, wenn man sie nach dem Putzen und Aufschneiden eine Stunde in Zuckerwasser legt. Und alter Käse wird wiederum schmackhaft, wenn man ihn vor dem Verzehr einige Stunden in kalte Milch legt.

Tipps und Tricks fürs Kochen und Backen

Omas Tipps sorgen auch dafür, dass Selbstzubereitetes eine Augenweide wird und nicht durch Fertigprodukte mit Farbstoffen und Stabilisatoren ersetzt werden muss. Blumenkohl bleibt beim Selberkochen weiss, indem man dem Kochwasser eine Kleinigkeit Zucker beigibt – oder wenn er nicht in kaltes, sondern in kochendes Wasser gelegt wird. Und der Fisch muss nicht zerfallen, wenn er frisch in die Pfanne gelegt wird, wenn an das Bratfett etwas Zitronensaft oder Salz gegeben wird. Der Fisch, den man braten will, wird zarter, wenn man ihn zuvor in Milch legt.

Einen Moment unachtsam und schon ist es passiert: Der Milchreis oder Kartoffelbrei ist angebrannt. Jetzt gilt zu retten, was zu retten ist – darum sollte man angebrannte Speisen im Topf niemals umrühren, sondern gleich in einen neuen Topf umfüllen und dort weiter kochen. Und wenn der Backofen zu heiss geworden ist und der Kuchen anzubrennen droht, sollte man laut Oma eine Schüssel kaltes Wasser hinein stellen. Die Gefahr des Anbrennens ist sofort beseitigt. Unschön kann auch enden, wenn der Kuchen am Blech oder der Form festsitzt. Mit einem nassen Tuch kurze Zeit abkühlen lassen, dann klappt es.