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Biowein ist in aller Munde, doch nur wenige Schweizer Verbraucher kaufen ihn auch. Inzwischen gibt es eine Vielzahl an hochwertigen und prämierten Bioweinen, die durch gekonnte Pflege und moderne Winzerkunst im Bio-Weinbau produziert werden. Biolabel garantieren die Qualität.
Biowein ist nachhaltig und gut für die Gesundheit.
Biowein ist gesünder – für Mensch und Umwelt.
Studien belegen, dass biologisch angebaute Weine mehr natürliche Abwehrstoffe enthalten, die sich gesundheitsfördernd auf den Menschen auswirken.
Welche weiteren Vorteile hat der biologische Weinbau?
Das Bio vor dem Wein garantiert, dass der gute Tropfen ohne künstliche Hilfsmittel entsteht. Auf dem Bio-Weingut verzichtet der Winzer auf den Einsatz von Kunstdünger und auf gentechnisch veränderte Pflanzen. Stattdessen grünt und blüht es zwischen den Rebstöcken. Studien zeigen, dass die Begrünung die Bodenqualität verbessert, was letztlich auch den Bioweinen zu Gute kommt. Der Weinberg lebt dadurch auf und die Biodiversität wird gefördert sowie ein Erosionsschutz aufgebaut. Gegen Pilzkrankheiten ist jedoch «kein Kraut gewachsen». Deshalb müssen Weinbauern auf Schwefel, Tonerde und Kupfer in geregelten Massen zurückgreifen. Im Fall von Kupfer dürfen maximal vier Kilogramm jährlich auf einem Hektar aufgebracht werden. Auch im Weinkeller wird genau geprüft, ob Winzer ausschliesslich natürliche Mittel sowie behutsame Methoden zum Schönen und Klären verwenden. Ausnahme sind Schwefelzusätze, die beim Konservieren helfen. Sie finden in sehr geringen Mengen ihren Weg in den Biowein. Dennoch sagt der Bio-Weinanbau nichts über den Geschmack aus, sondern zeigt nur, wie natürlich ein Wein entsteht.
Bioweine schmecken gut und sind ausserdem gesünder als normale Weine.
Die Schweizer Biowein-Landschaft ist vielfältig. Der Weinliebhaber kann sich zwischen Rot- und Weisswein entscheiden. Bei den roten Rebsorten werden meist Klassiker wie Blauburgunder und Gamay angebaut. Chasselas und Müller-Thurgau sind sehr beliebte Weissweine. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Winzer, die pilzresistente Reben, kurz PIWI, anbauen. Durch die neue Züchtung kommt weniger Kupfer zum Einsatz, die Erträge werden erhöht und qualitativ hochwertige Bioweine produziert.
Laut einer Umfrage des Link Instituts achten knapp 13 Prozent der Schweizer Verbraucher beim Weineinkauf auf das Biosiegel. Für die Mehrheit sind dennoch Jahrgang, Traubensorte oder Region entscheidend. Wer Biowein kauft, schätzt besonders die gesundheitlichen Aspekte, wie beispielsweise den Verzicht von Pflanzenschutzmitteln. Vergessen sind inzwischen die Vorurteile der Anfangszeit, als Bioweinen ein schlechter Geschmack nachgesagt wurde. Das bestätigt auch Karl Schefer, Geschäftsführer von Delinat: «Geschmacklich lassen sich Bioweine von konventionell erzeugten selten unterscheiden. Vergleicht man aber gleiche Lagen, Jahrgänge und Traubensorten, dann stellt man in der Regel fest, dass in Biowein mehr Gehalt steckt. Ähnlich wie dies bei Äpfeln, Tomaten oder Erdbeeren schmeckbar ist.»
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