
Die Migros gibt zehn neue Versprechen für die Zukunft an die Jugend von heute. Darin verspricht sie unter anderm mehr nachhaltigen Fisch und Recycling. Weiterlesen
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Viel Platz haben die Forellen in Natuurweihern. Foto: © RW-Design - Fotolia.com
Die «Heinzelmännchen» verbessern die Wasserqualität, lassen die Fische gleichmässiger wachsen und festigen spürbar deren Fleisch. EM fördert auch die Robustheit gegen Umwelteinflüsse und Sortierarbeiten. Dadurch reagieren die Forellen insgesamt stressresistenter, auch beim Verlegen in andere Weiher. Susanne Flückiger führt fort: «Die Mirkoorganismen beeinflussen die Vorgänge in der Natur positiv, also die Ursachen. Chemische Zusätze hingegen gehen oft nur gegen die Auswirkungen vor. Seit dem wir die effektiven Mikroorganismen nutzen, geht es den Tieren merklich besser. Die Umstellung zeigte schnell eine Wirkung. Besonders deutlich reagierte die Verdauung. Zum einen benötigen unsere Forellen weniger Futter. Normalerweise rechnet man ein Kilogramm Futter oder mehr zur Produktion von einem Kilogramm Fisch. Wir verwenden hingegen maximal 700 Gramm. Dadurch kommt es auch zu weniger Rückständen im Wasser, die sich dann noch leichter abbauen als früher. Daher müssen wir die Becken auch weniger mit der Hand putzen. Insgesamt sind unsere Arbeitsabläufe nicht unbedingt aufwändiger geworden - nur die wöchentliche Fermentierung kam hinzu.»
Der japanische Agrarwissenschaftler Teruo Higa entdeckte die positive Wirkung von 80 Mikroorganismenstämmen auf faulende, organische Substanzen. Die effektive Mikroorganismen- Mischung besteht u.a. in der Natur vorkommenden Hefe- und Milchsäure- und Photosynthesebakterien, die in z.B. in den Bereich Tierfutter, Nahrungsergänzungs- und Lebensmittel sowie Haushalts- und Kosmetikprodukte Einsatz finden.
Wer sich an der Ladentheke für Biofisch entscheidet, denkt zuerst an den Geschmack und gute Qualität. Für viele Schweizer Verbraucher ist allerdings auch die artgerechte Tierhaltung wichtig, doch blenden sie oft das Ende eines Fischlebens aus. Die Bio-Richtlinien geben vor, dass die Tiere erst nach mindestens 18 Monaten geschlachtet werden. Für eine schonende Tötung kommt meist Strom oder seltener ein Genickschlag zum Einsatz. Dadurch verhindert man unnötigen Stress, was sich wiederum positiv auf die Fleischqualität und den Geschmack auswirkt.
Der Schweizer Fischkonsum kann nur zu etwa fünf Prozent durch Fang oder Aquakultur im Inland gedeckt werden – der Rest wird importiert. Um die Überfischung der Meere zu vermeiden, raten Experten, nur ein Mal im Monat Fisch zu verzehren. Weiterhin sollten Verbraucher ausschliesslich Bio-Zuchtfische oder Wildfische mit dem Fair Fish oder MSC-Label kaufen.
Linktipps:
www.bio-suisse.ch/de/fisch.php – Bio Suisse informiert über biologische Fischzucht nach Knospe-Richtlinien.
Biozucht Flückiger – Die Forellenzucht ist biozertifiziert.
www.fair-fish.ch – Die Organisation informiert über Tierschutzprobleme beim Fischfang, Überfischung und Aquakultur.
Autor: Kerstin Borowiak Quellen: Bio Suisse, Forellenzucht Flückiger, Fair Fish, Hochschule Wädenswil, BVET, BUWAL, Wikipedia

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