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Ein Musik-Openair ist im Sommer ein beliebtes Ziel für einen Ferien-Ausflug. Live-Festivals und andere Gross-Events verbrauchen allerdings enorme Mengen an C02. Darum setzen Veranstalter auf eine ökologisch nachhaltige Organisation. Aber auch Besucher können zum Schutz von Umwelt und Natur beitragen.
immer mehr Open Air- Veranstalter haben ein nachhaltiges Umwelt-Konzept. © Aija Lehtonen | Dreamstime.com
Mit dem Sommer kommt auch die Zeit der Gross-Events unter freiem Himmel. Egal, ob beim Sportfest oder am Open-Air-Festival, zehntausende Besucher lassen sich dort Jahr für Jahr von der Sonne verwöhnen. Umwelttechnisch gesehen, haben diese Veranstaltungen aber auch ihre Schattenseiten und sind sogar regelrechte CO2-Schleudern. Immer mehr Veranstalter setzten deshalb auf «Green Events». Dabei ist das oberste Ziel, die natürlichen Ressourcen nachhaltig zu nutzen und die Beeinträchtigungen der Umwelt zu vermindern. Das ist aber nichts, das automatisch von heute auf morgen passiert, sondern erfordert genaue Planung und Organisation im Vorfeld. Themen wie Abfall, Energie, Verkehr und Transport, Landschaft und auch Lärm müssen zudem auch in den Bewilligungsverfahren berücksichtigt werden.
Openair-Abfall und Reise-Verkehr
Muss das grösste Problem von Grossevents benannt werden, denkt man vor allem an die enormen Abfallberge. Allein am Open-Air St. Gallen waren es im Jahr 2009 hundert Tonnen. Laut der Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch ist der Verkehr jedoch ein weitaus grösseres Problem für die Umwelt. Aus Bequemlichkeit oder weil sie ihre Campingausrüstung nicht im Zug transportieren wollen, reisen viele Festivalbesucher noch immer mit ihrem eigenen Auto an. Überlegt man sich, dass vierzig Prozent der schädlichen Treibhausgase während eines Festivals durch die An- und Abreise der Besucher entstehen, erscheint der Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln umso logischer.
In Deutschland hat die «Green Music Initiative» zusammen mit dem Melt-Festival, das jährlich östlich von Dessau stattfindet, bereits ein Angebot geschaffen, das man kaum ausschlagen kann: Den Melt-Festival-Hotelzug. Dieser Zug dient nicht nur der Hin- und Rückfahrt, sondern hält auch direkt auf dem Gelände und bleibt die ganze Zeit vor Ort. Für alle vier Nächte hat man somit ein eigenes Bett, ist unabhängig von Wind und Wetter, steht nicht im Stau und muss keine Ausrüstung schleppen.
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