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Der Grossteil der durch den Konsum in der Schweiz verursachten Umweltverschmutzung fällt im Ausland an. Das liegt daran, dass viele der Schweizer Produkte importiert werden, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bei seinen Ermittlungen feststellte.
Die durch Konsum in der Schweiz verursachte Umwelt-verschmutzung fällt hauptsächlich im Ausland an. © Andres Rodriguez | Dreamstime.com
Eine Untersuchung des BAFU hat jetzt zum ersten Mal die vollständige Umweltverschmutzung ermittelt, die sowohl durch Produktion als auch durch Konsum in der Schweiz verursacht wird. Die Studie bezieht dabei den gesamten Weg der Güter ein, wobei auch die Herstellung der Produkte an ausländischen Standorten mit einbezogen wird.
Die Ermittlungen haben gezeigt, dass die durch die Schweizer Bevölkerung verursachte Umweltverschmutzung zu 60 Prozent im Ausland anfällt. Dass der Schweizer Konsum eine stärkere Belastung im Ausland als im eigenen Land verursacht, liegt an dem hohen Anteil von Import-Produkten in der Schweiz.
Das Bundesamt für Umwelt hat bei seinen Untersuchungen nicht nur den gesamten Lebensweg der Produkte analysiert. Ebenso wurde darauf eingegangen, welche Bereiche des täglichen Lebens am meisten Umweltverschmutzung verursachen. Laut der BAFU decken sich die Ergebnisse für die Schweiz mit den Studien in anderen Ländern: «Die ökologisch relevantesten Konsumbereiche sind Ernährung (28%), Wohnen (28%) und Mobilität (12%).»
Bei der Untersuchung der einzelnen Konsumbereiche zeigte sich, dass bei fast allen der Anteil an Verschmutzung im Ausland höher ist als in der Schweiz. « Nur der Konsumbereich Mobilität verursacht mehr Um¬weltbelastungen in der Schweiz als im Ausland», heisst es beim BAFU. In anderen Konsumbereichen, wie zum Beispiel bei Lebensmitteln, ergibt sich ein deutlich anderes Bild als bei der Mobilität. Da viele der für die Schweiz bestimmten Nahrungsmittel in anderen Ländern produziert werden, fällt auch ein deutlich höherer Anteil an Emissionen für diesen Konsumbereich im Ausland an.
Ausgeglichen ist die Umweltverschmutzung hingegen, was den Bereich der Wohnung betrifft. So entfallen in den vom BAFU zusammengefassten Konsumbereichen Wohnen, Energie, Wohnungsbau, Möbel und Haushaltsgeräte jeweils die Hälfte der Emissionen auf das Ausland und die Schweiz.
Weitere Informationen zu der vom BAFU in Auftrag gegebenen Studie finden Sie unter www.bafu.ch.
Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU)

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