Gas-Kombi-Kraftwerke: Eine Alternative zu Atomkraft?

Nach dem Atom-Unfall in Japan wird immer fter gefordert, dass die Atomkraftwerke so schnell wie mglich stillgelegt werden. Kurzfristig eine Alternative fr die AKWs zu finden, ist allerdings schwierig. Eine Mglichkeit knnten Gaskombi-Kraftwerke sein.

Nach dem Atom-Unfall in Japan wird immer öfter gefordert, dass die Atomkraftwerke so schnell wie möglich stillgelegt werden. Kurzfristig eine Alternative für die AKWs zu finden, ist allerdings schwierig. Eine Möglichkeit könnten Gaskombi-Kraftwerke sein.

Gas-Kombi-Kraftwerke könnten eine kurzfrstige und günstige Alternative für den Atom-Ausstieg sein.

Strom aus Gas-Kombi-Kraftwerken wäre eine kurzfristige Alternative zu AKWs.

Der Atom-Ausstieg soll kommen, soviel ist klar. Doch die Versorgung ausschliesslich mit erneuerbaren Energien ist nur mittelfristig möglich. «Ein Umstieg auf erneuerbare Energien wäre spätestens bis zum Jahr 2050 realistisch. Aber bei vorzeitiger Ausserbetriebnahme von AKW in der Schweiz müsste ein Grossteil der Schweizer Energieversorger Strom aus dem Ausland einkaufen» schreibt Barbara Tank in «Die Energie bin ich», dem Ökoenergie-Blog für Basel. Doch vielen ist der Ausstieg bis 2050 nicht genug. Darum wird nach realistischen Alternativen zur Atomkraft gesucht, um ein frühzeitiges Abschalten der AKW mit eigenen Energiequellen überbrücken zu können, bis erneuerbare Energien sich weiter verbreitet haben.

Eine für den baldigen Atom-Ausstieg günstigere Lösung als der Einkauf teuren Stroms aus dem Ausland könnte jetzt da sein. «Als Übergangslösung könnten relativ günstig und schnell Gas-Kombi-Kraftwerke gebaut werden» schreibt Tank im Blog weiter. Ein Gas-Kombi-Kraftwerk funktioniert prinzipiell wie ein herkömmliches Gaskraftwerk. Dabei wird die Energie dadurch gewonnen, dass Erdgas verbrannt wird. Im Kombi-Kraftwerk wird jedoch zusätzlich die dabei entstehende Restwärme für den Antrieb einer Dampfturbine verwendet. Solche Kraftwerke können kurzfristig gebaut werden und ermöglichen es, 60 Prozent der für den Betrieb eingesetzten Energie in Strom umzuwandeln. «Bei herkömmlichen Wärmekraftwerken sind es lediglich rund 35 Prozent», schreibt Tank weiter und erklärt Gas-Kombi-Kraftwerke denn auch zu einer realistischen Möglichkeit für einen vorzeitigen Atom-Ausstieg: «Durch den Bezug von Erdgas erhöht sich zwar ebenfalls die Auslandsabhängigkeit. Doch wenn wir Gaskombi-Kraftwerke tatsächlich nur als Übergangslösung betrachten, langfristig aber den endgültigen Umstieg auf neue erneuerbare Energien in der Schweiz realiseren, ist dies nur ein kleiner Wermutstropfen.»

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auf die-energie-bin-ich.ch, dem Ökoenergie-Blog für Basel

Quelle: die-energie-bin-ich.ch