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Sind die Wetterkapriolen eine Folge des Klimawandels?

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Wir haben Juni, also Sommer. Badespass und Grillabende wären angesagt. Doch das Wetter macht vielen einen Strich durch die Rechnung. Schnee in den Bergen, sintflutartige Regenfälle im Flachland und sogar ein Tornado in Venedig. Wird das jetzt immer so sein?

Manch einer fragt sich bei diesen Wetterverhäldnissen, ob das die Folgen der Klimaerwaermung sind.

Der Bodensee droht bei andauerndem Regen über die Ufer zu treten. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

In St. Moritz stürmte und schneite es gestern heftig. Viele Engadiner mussten erneut die Winterpneus montieren. Während in Arosa und St. Moritz der Schnee schnell zu Pflotsch wurde, blieb er auf zahlreichen Pässen liegen, die darum auch gesperrt wurden.

In der Bodenseeregion hat die Bevölkerung andere Sorgen. Hier herrscht Dauerregen. Der Bodenseespiegel liegt nur noch knapp 30 cm unter der Hochwassergrenze. Diese Linie wurde letztmals vor 13 Jahren überschritten. Die Bevölkerung muss mit Hochwasser rechnen, wenn es die nächsten Tage so weiter regnet. Im Tessin musste die Kantonsstrasse bei Preonzo gesperrt werden, da der Regen in der Bergsturzregion Schlammlawinen verursachte und die Strasse zu überschütten drohte.

 

Venedig hat die Wetterkapriolen am schlimmsten zu spüren bekommen. Ein Tornado deckte Häuser ab, entwurzelte zahlreiche Bäume und schleuderte Boote umher. Verletzt wurde niemand. Der angerichtete Schaden alleine auf Gemüseplantagen belaufe sich allerdings auf mehrere Millionen Euro.

Der Einfluss des Klimawandels auf das Wetter

Die immer weiter voran schreitende Erwärmung der erdnahen Atmosphäre und der Meere nimmt starken Einfluss auf das Weltklima und somit auch auf das Wetter. Experten warnen schon seit Jahren davor, dass wir mit Wetterextremen rechnen müssen. Dazu kommt eine verstärkte Gletscherschmelze, ein Anstieg des Meeresspiegels, sowie ein verändertes Niederschlagsschema. Ausgehend von dem ungewöhnlichen Wetter der letzten Wochen scheint damit der befürchtete Klimawandel bereits in unseren Breitengraden angekommen zu sein.

 

 

Quelle: 20 Minuten, Wikipedia.org Text: Jessica Buschor
 


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