Gaskraftwerke statt AKW: Wie nachhaltig wird der Atomausstieg?

Seit der Atomkatastrophe von Fukushima ist der Atomausstieg ein zentrales Thema in der Schweiz. Nun stellt sich jedoch heraus, dass die Energiegewinnung einzig durch erneuerbare Energiequellen schwieriger wird als bisher angenommen. Doris Leuthard soll daher nun neue Pläne verfolgen.

Die AKW könnten bald durch Gaskraftwerke ersetzt werden.
Die AKW könnten bald durch Gaskraftwerke ersetzt werden. Foto: © iStockphoto/thinkstockphotos.com

Der Atomausstieg war bereits beschlossene Sache. Nun kommt das Bundesamt für Energie jedoch zum Schluss, dass die Gewinnung von Energie durch erneuerbare Quellen zu wenig effizient ist und der Energiebedarf der Schweiz damit nicht gedeckt werden kann. Atomstrom aus dem Ausland müsste trotzdem noch bezogen werden. Der Bundesrat sieht sich daher vor eine neue Ausgangslage gestellt und muss erneut über die Bücher.

Laut der «NZZ am Sonntag» hat Doris Leuthard vorgeschlagen die AKW bis 2050 durch Gaskraftwerke ersetzen zu lassen. Der Bau der Gaskraftwerke freut jedoch längst nicht alle, denn diese haben einen hohen CO2 Ausstoss. Umweltschützer befürchten, dass die Energiewende eine falsche Richtung nimmt und die Umwelt weiterhin belastet wird. Doch für viele Arbeitsgruppen, die vom Bund einberufen wurden um neue Energiegewinnungsstrategien auszuarbeiten, ist die Kombination von erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken der realistischste Weg.

Quelle: 20min.ch, tagesanzeiger.ch Text: Jessica Buschor