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Kleine Klimakiller: Garnelen haben riesigen CO2 Fussabdruck

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Edel und fein sind sie besonders beliebt bei Apéros oder als Party-Snack: Garnelen, oder auch Shrimps genannt. Doch was für den Menschen ein kleines Häppchen unter vielen ist, kommt die Erde im punkto CO2-Ausstoss teuer zu stehen. Lesen Sie hier, warum Garnelen besonders viel CO2 verursachen.

Garnelenzucht produziert mehr CO2, als man denkt.

Feine Party-Häppchen mit grossen CO2 Fussabdruck: die Garnelen. Foto: © Maksim Kostenko - Fotolia.com

Allein hundert Gramm der angesagten Party-Häppchen verursachen ebenso viel CO2 wie beim Verbrennen von 90 Litern Benzin entsteht. Wie kommt das zustande, fragt sich nun der Geniesser? Schuld daran sind Garnelenfarmen, für deren Anlagen Wälder ihre grüne Lunge lassen müssen.

Insbesondere in Mittel- und Südamerika sowie in Asien finden sich an den Küsten grosse Garnelenfarmen, für die Mangrovenwälder abgeholzt werden müssen. Ökologen schätzen die Mangrovenbäume besonders, denn sie haben sich perfekt an das Klima der Küstenregionen angepasst und sind und auch für den Menschen von Bedeutung, denn sie bieten Schutz vor Flutwellen. Und auch der Boden unter den Bäumen ist extrem wertvoll, denn er ist ein hervorragender C02 Speicher.

Werden die Wälder gerodet, gelangt das im Boden gespeicherte CO2 an die Oberfläche. Aktuelle Berechnungen von Wissenschaftlern der Oregon State University in Corvallis veranschlagen gar das Freiwerden von 1.472 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Hektar, wenn die Mangrovenwälder in Garnelenfarmen umgewandelt werden. So stufen die amerikanischen Forscher einen Shrimps-Cocktail à 100 Gramm als zehnmal so Kohlenstoff-intensiv ein wie ein Stück Rindfleisch.

Zudem handelt es sich bei den Zuchtanlagen in Amerika und Asien um ein kurzlebiges Geschäft: nur rund fünf Jahre kann der Grund bestellt werden, ehe sich Bodenschlamm mit giftigen Sulfaten absetzt, der die weitere Produktion verhindert.

Die Studie zeigt jedoch auch, dass der CO2 Fussabdruck nicht bei allen Zuchtfarmen so intensiv ist. Anlagen in anderen Gebieten, die nicht auf Mangrovengründen fussen, haben eine weitaus geringere CO2 Bilanz. Die Herkunft machts, daher sollte man beim Verzehr von Garnelen auf den Zuchtort achten. Es lohnt sich auch, auf biologische Zucht zu achten, denn Bio-Garnelen haben einen intensiveren Geschmack und eine nachhaltigere Produktion hinter sich. Im Fischfachhandel aber auch den Tiefkühlabteilungen der Supermärkte können Bio-Garnelen erworben werden.

Quelle: pressetext Text: Miriam Dippe

 


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