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Gerade wurden in Bern die Gewinner des «Watt dOr 2012» gekürt. Vorbildliche Menschen und Projekte, die im vergangenen Jahr im Bereich der erneuerbaren Energien etwas bewirkt haben, wurden vom Bundesamt für Energie prämiert. Wir stellen Ihnen die eindrucksvollsten Gewinner der «Watt DOr»-Trophäe vor.
Das beleuchtete Seebecken Genfs erzeugt eine wunderbare Atmosphäre - seit neuestem auch umweltfreundlich. Die Stadt erhielt den Watt D'Or 2012. Foto: © Samuel Borges - Fotolia.com
Konkretes Handeln im Gebiet der erneuerbaren Energien wird immer wichtiger. Personen und Organisationen, die energiesparende oder gar klimaneutrale Projekte realisieren und somit eine nachhaltige Energiezukunft in der Schweiz möglich machen, sollen belohnt werden – das dachte sich zumindest das Bundesamt für Energie BFE als es die Auszeichnung «Watt DOr» ins Leben rief.
Am 5. Januar wurden in den Kategorien Gesellschaft, Energietechnologien, erneuerbare Energien, Mobilität und Gebäude die innovativsten Projekte prämiert. Die Stadt St. Gallen erhielt den Preis im Bereich Gesellschaft. «Energiekonzept hoch drei 2050» heisst das innovative Projekt. Bis 2050 will die Stadt die Energieeffizienz der St. Galler Gebäude durch Sanierungen und neuen Standards für Neubauten optimieren, sodass der Gesamtenergiebedarf halbiert werden könne, so das Bundesamt für Energie in der offiziellen Meldung. Zudem macht sich die ostschweizerische Stadt eine Reduktion der fossilen Brennstoffe zum Ziel. Der Anteil im Gesamtverbrauch soll von 90 auf 25 Prozent gebracht werden. Dieses Vorhaben will St. Gallen dank eines Geothermie-Kraftwerkes erreichen, dessen Bau in diesem Jahr beginnen wird.
Ein weiteres, zukunftsweisendes Konzept wurde in der Kategorie Gebäude eingereicht. Das Romantik Hotel Muottas Muragl im Bündner Ferienort Samedan zeigt, dass auch im Tourismus auf Nachhaltigkeit gesetzt werden kann. Das Hotel wird ausschliesslich mit erneuerbaren Energien versorgt, berichtet das Bundesamt für Energie. Das Energiesystem sei mit seinen Photovoltaik- und Abwärmeanlagen zudem so ausgeklügelt, dass mehr Energie produziert wird, als das Hotel für die Selbstversorgung braucht. So entstand mit dem Muottas Muragl das erste Plusenergie-Hotel der Schweiz.
Die Gewinner des «Watt DOr» erhalten zwar kein Preisgeld und belegen auch nicht die Spitze einer offiziellen Rangliste. In Sachen Bekanntheitsgrad profitieren die Gewinner aber eindeutig vom Award, mit dem Medienpräsenz und ein prägendes Werbemerkmal gesichert sind. Zudem dient die Verleihung als Ansporn für neue, fortschrittliche Projekte.
Quelle: BFE; Text: Sabrina Stallone

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